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Der Chumby ist natürlich auch für jede Art von Musik das richtige Gadget. Zwar taugen die Lautsprecher sicher nicht dazu eine Party zu beschallen, aber für Hintergrundmusik sind Lautstärke und auch Tonqualität absolut ausreichend.

Dabei kann der Chumby auf eine Vielzahl von Quellen zurückgreifen:

  • Musik vom iPod abspielen
  • Internet-Radio Stationen wiedergeben
  • MP3s vom USB-Stick

Ich habe mir die Möglichkeit mit iPod und das Internetradio via Shoutcast mal näher angesehen.

Aktuell verträgt sich der Chumby nur mit älteren iPod Modellen, der Touch sowie das iPhone bleiben außen vor. Der iPod wird einfach via USB-Kabel an den Chumby angeschlossen. Danach wechselt man ins Control Panel, klickt auf Music und wählt den iPod als Quelle. Der Player erinnert an iTunes und die Wiedergabe der Musik vom iPod kann sofort losgehen. Die Steuerung über den Chumby ist komfortabel, so daß der iPod auch etwas weiter weg liegen kann.

Internetradio habe ich über Shoutcast getestet, die Suchfunktion kann mit einer Onscreen-Tastatur bedient werden und man kann sich schnell zu dem Sender durchhangeln, den man sucht. Die Wiedergabe geht auch absolut in Ordnung, teilweise gab es bei mir allerdings mal kurze Aussetzer, der Zwischenspeicher für Streams scheint nicht allzu groß zu sein. Eventuell lag es aber auch daran, daß ich die Finger nicht vom Chumby lassen konnte.

Auch für Musik ist der Chumby also ein gutes Gerät, natürlich darf man von den Mini-Lautsprechern keine Wunder erwarten, wer mehr will kann aber dank Klinken-Ausgang einen Kopfhörer oder die Stereoanlage anschließen.

Wie bereits angesprochen läßt sich der Chumby auch zur Kommunikation per SSH überreden. Dazu geht man ins Control Panel und klickt auf das Info-Icon. Im neuen Dialog gibt es dann rechts oben ein kleines pi (woher kommt uns das bekannt vor?), das beim Klick ein verstecktes Menü anzeigt.

Hier läßt sich der SSH-Zugriff per Klick aktivieren, ebenso steht ein einfacher Dateibrowser zur Verfügung.

Nach dem Aktivieren des SSH Zugangs kann auf den Chumby zugegriffen werden, als root-user ohne Passwort. Naja, der kleine hängt ja nicht direkt im Internet. Der Login-Screen zeigt Ascii-Art vom Feinsten, ansonsten findet sich wie erwartet auch ein www-Verzeichnis, da auf dem Chumby auch ein Webserver gestartet werden kann.

Die Auslastung des Chumby liegt durch den Flashplayer ziemlich konstant bei 10%. Hier noch einige Screenshots von der Konsole.

Das schöne am Chumby ist seine Offenheit und die Tatsache, daß die Produzenten des Chumby diese Offenheit genauso schätzen und fördern, wie wir Poweruser es bei vielen anderen Geräten gerne sehen würden. Einige Gadgets bieten von Grund auf zwar ein hohes Potential, was dann aber durch die Firmware extrem beschränkt wird. Zwar gibt es immer wieder Wege, doch mehr Funktionen freizuschalten, im nächsten Herstellerupdate werden diese dann aber wieder blockiert.

Der Chumby geht hier einen komplett anderen Weg: Open Source heißt das Zauberwort und daß die Hersteller des Chumby es damit ernst meinen, sieht man schon an der Wiki auf Chumby.com. Hier wird ausführlich erklärt, wie beispielsweise der SSH-Zugriff auf den Chumby freigeschaltet werden kann. Auch ein Webserver kann auf dem Chumby gestartet werden.

Beim Chumby hat die Community also die Möglichkeit sich auf das wesentliche zu konzentrieren, anstatt erst Einschränkungen umgehen zu müssen: neue Anwendungsgebiete für den Chumby schaffen.