Ist der Chumby erstmal aktiviert kann man sich an die Konfiguration machen. Die Widgets sind in sogenannten Channels organisiert, man kann neue Channels anlegen und Widgets hinzufügen, die dann einfach durchrotieren.
Beispielsweise kann man einen News-Channel anlegen, der die Nachrichten von Google, die Schlagzeilen der New York Times und den Wetterbericht abholt. Diese Widgets rotieren dann in einem frei definierbaren Intervall, natürlich kann man auch ein Widget pinnen und exklusiv anzeigen. Das ist auch dann nötig, wenn man ein Spiel-Widget hat und spielen möchte.
Natürlich kann man zwischen den Channels am Chumby hin und her wechseln.
Einige Widgets benutzen den Bewegungssensor des Chumby, so gibt es beispielsweise ein Ballspiel namens “Chumball” bei dem man mittels Bewegungssensor den Ball auf seinem Weg halten muss. Hier funktioniert der Bewegungssensor gut und reagiert ausreichend feinfühlig. Wenn der Ball ins Leere fällt lag es bisher wohl meist an mir.
Hier noch einige Impressionen von Widgets und der Einrichtung.
Nach der Einführung in die Welt des Chumby steht wie bereits erwähnt der nächste Schritt an: Der Chumby braucht eine Verbindung zum Internet, ansonsten fällt der tägliche Newsfeed eher spärlich aus….
Direkt nach dem kleinen Tutorial sucht der Chumby nach verfügbaren WLAN-Netzwerken und zeigt diese anschließend in einer Liste an. Ist das gewünschte Netzwerk dabei, muß man nur noch draufklicken und anschließend den Netzwerkschlüssel eingeben. Danach bleibt noch die Wahl zwischen fixer IP und DHCP und schon ist der Chumby online.
Danach gehts an die Aktivierung, diese findet teils auf dem Chumby und teils am PC statt, deswegen fragt der Chumby auch, ob man sich gerade in der Nähe eines PCs befindet. Nach dem Anlegen eines Accounts auf chumby.com (im Moment muß man USA als Land eingeben, die Postleitzahl wird aber nicht überprüft und Adresse wird gleich gar nicht abgefragt) kann man zur Aktivierung übergehen. Dabei wird eine Matrix (sieht ein bißchen aus wie 4-gewinnt) angezeigt und man muß die schwarzen Felder so auf den Chumby übertragen. Danach sendet der Chumby seine ID an die Webseite, diese wird angezeigt und nach der Bestätigung kann man schon damit beginnen Channels zu erstellen und Widgets auszuwählen.
Mein Chumby fand nach der Aktivierung gleich ein Softwareupdate. Die Verteilung des Updates läuft anscheinend über ein Torrent-Netzwerk, zumindestens sieht man beim Download die Anzahl der Peers und Seeds.
Der Updateprozess an sich ist undramatisch und lief ohne Probleme durch.
Nachdem man es geschafft hat einen Adapter für das Netzteil aufzutreiben (man braucht nur einen Zwischenstecker, das Netzteil kommt mit 220V zurecht) kann es losgehen. Ein kleiner Druck auf den Taster auf der Rückseite und der Chumby erwacht zum Leben.
Nach der Einschaltanimation startet eine kurze Einführung mit Sprachausgabe. Hier klingen die Lautsprecher des Chumby auf jeden Fall schonmal ganz passabel. Die Kalibrierung des Touchscreens ist schnell erledigt, einfach zwei Punkte anklicken und dann einen Ball von A nach B ziehen. Entgegen einiger Reviews aus den USA habe ich nicht den Eindruck, daß der Touchscreen ungenau reagiert.
Hat man das Tutorial angeschaut (oder weggeklickt) sucht der Chumby automatisch nach WLAN-Netzwerken und fordert zum Verbinden auf. Leider steht mir gerade kein WLAN zur Verfügung, deswegen mußte ich mich mit dem Einstellen von Uhr und Datum fürs Erste zufrieden geben.
Hier erste Eindrücke vom Start des Chumby, weitere Erfahrungen werden folgen, sobald das gute Stück Anschluß an ein WLAN gefunden hat.
Nach dem Auspacken kommt natürlich erstmal die Rundum-Betrachtung des Chumby. Auf den offiziellen Produktbildern sieht er ja doch etwas steifer aus, aber die Bezeichnung “Beanbag” trifft wirklich ins Schwarze. Bis auf das Display und das Backpanel ist der Chumby voll knautschbar.
Die Verarbeitung geht voll in Ordnung, die Verbindung aus Plastik und Leder ist gelungen und zeigt, daß man es hier nicht mit einem alltäglichen Gerät zu tun hat.
Das Display des Chumby ist mit einer Schutzfolie beklebt, die bleibt auch erstmal, da sie kaum stört und Fingerabdrücke abhält.
Die Rückseite bietet die bereits bekannten Anschlüsse:
- fürs Netzteil
- für einen Kopfhörer
- 2xUSB
Auch die Lautsprecher und ein Taster zum An- und Abschalten finden sich hier.
Da Bilder mehr sagen als Worte, hier der Chumby in der Rundumansicht:
Er ist angekommen, mein Chumby in der Farbe latte hat den Weg aus USA endlich gefunden.
Geliefert wird der Chumby in einem schicken Säckchen, eine angenehme Abwechslung zu öden Kartons oder nervigen Blister-Verpackungen. Das Säckchen ist in zwei Abteilungen unterteilt, in der einen ruht der Chumby und wartet darauf, aus seiner Verpackung befreit zu werden. Das Netzteil, Bedienungsanleitung sowie die Charms finden sich im anderen Teil des Beutels.
Aber macht Euch selbst ein Bild, hier die ersten Eindrücke vom Auspacken:
Im Forum könnt Ihr Euch die Wartezeit auf den Chumby verkürzen oder schonmal diskutieren, was man mit dem Gadget alles anstellen kann.
Tja, diese Frage endgültig zu klären wird schwierig, ein Start in Europa ist zwar vorgesehen, aber woran scheitert er?
Es gibt einige Theorien, warum der Chumby den Sprung über den großen Teich bisher nur mittels Ebaykäufen oder als Mitbringsel im Gepäck von USA-Touristen geschafft hat.
- Vielleicht muß der Chumby durch die strengeren Vorschriften im Bezug auf Elektrogeräte (Stichwort Blei in Bauteilen) für den europäischen Markt überarbeitet werden
- Eventuell fehlt ein Stützpunkt oder Partner in Europa, der den Vertrieb übernehmen könnte
- Da das Chumby-Network teilweise werbefinanziert ist, liegt der Verdacht nahe, daß hierfür vielleicht auch noch europäische Partner fehlen
Wie auch immer, die Hoffnung, daß es der Chumby auf offiziellem Wege zu uns schafft bleibt bestehen. Trotzdem hoffe ich darauf, ein Modell vor dem offiziellen Europa-Start in die Finger zu bekommen
Viele werden sich nun fragen, worum es hier eigentlich geht. Zugegeben, der Chumby dürfte hierzulande noch nicht allzu bekannt sein, das wird sich aber sicher in Kürze ändern. Vielleicht nicht zuletzt dank dieser Seite
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Eine Bezeichnung für den Chumby zu finden ist schwierig: Linux-Internet-Radiowecker ist zu abwertend, gemessen an den Fähigkeiten des kleinen Geräts. Einen vollwertigen Computer haben wir aber auch nicht vor uns, trotz eigener CPU und Bildschirm mit Touch-Eingabe.
Der Chumby soll in erster Linie als Info-Terminal dienen, dazu kann er dank Flash-Widgets und Open-Source Linux-Software jede beliebige Online-Informationsquelle anzapfen, seien es RSS-Feeds, Webseiten oder Emailaccounts. Zusätzlich bietet er kleine Spiele für Zwischendurch, Anschluß für den MP3-Player und vieles mehr.
Dadurch, daß der Chumby auf open-source baut und Flash-Widgets ausführen kann, wird es mit wachsender Verbreitung auch immer mehr interessante Anwendungen geben.
Bisher ist der Chumby nur auf dem US-Markt verfügbar, wer Glück hat kann einen bei Ebay ergattern, die Preise sind allerdings ziemlich happig. Die Expansionspläne sind aber bereits auf der offiziellen Webseite chumby.com nachzulesen und wir können gespannt sein, wann der europäische Markt sich auf das Gadget freuen kann.